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Barbara Morgenstern sagt Basel Ahoi!

Freitag 13.06.2003

Der Dame hat es in Basel so gut gefallen, dass wir sie auf dem Nachhauseweg nochmals präsentieren dü

Seit 1998, seit dem Erscheinen ihrer Debüt-Platte Vermona ET 6-1 versuchen sich Menschen wie Du und wir die passenden Worte über die Musik von Barbara Morgenstern abzuringen. Menschen wie Du, weil Du dieses Info liest und also in irgendeiner Form redaktionell mit der beiliegenden CD umgehen wirst. Menschen wie wir, die die Ehre haben, Barbaras Platten zu veröffentlichen. Dabei ist vieles bereits gesagt worden und muss nicht nochmal erwähnt werden. Was neu und aktuell ist, heisst Nichts Muss: Es ist Barbaras drittes Album auf monika enterprise (neben diversen EPs, Singles und Remixen) und diesmal in Kooperation mit LABELS! Es kommt in üblicher bescheidener Art daher, aber strahlt in noch größerer und noch majestätischerer Weise Schönheit aus. Dieses Album ist schlicht und ergreifend ein ganz, ganz großer Wurf erlesener deutscher PopMusik, der die besagte Künstlerin in ein eigenes Orbit jenseits von Indietronics oder sonstiger elektronischer Vokal-Musik katapultiert. Mit traumwandlerischer Sicherheit kombiniert Frau Morgenstern hier die Ausstrahlung ihrer Stimme mit großer Muse und noch größerem Liedgut zu einem Kanon, den es so in der elektronischen Musik von heute nicht noch einmal gibt. Die Adjektive, die uns zu dieser Platte einfallen, sind endlos, aber wie gesagt, jeder Mensch mit Ohren und Herz wird sie selber entdecken können. Lassen wir uns lieber von der Musikerin selbst ein paar Sätze zu den Songs sagen, anstatt zu schwadronieren: aus heiterem himmel war am anfang ein reines klavierstück. das klang mir aber zu bluesig und so - schnipp schnapp - wurde das klavier eben kaputtgeschnitten. nichts und niemand den dort beschriebenen traum hatte ich immer als kind - so ein nerviger wiederholungstraum. ohne abstand an mein studio grenzt direkt eine galerie in der ein londoner künstler eine ausstellung mit dem namen: "you see more of the mountain from further away". eigentlich wollte ich das album so nennen, aber auf der suche nach einer kurzfom des satzes in deutsch war ich erfolglos und so ist es nur beim titel (und inhalt) für dieses stück geblieben. nichts muss gutes motto im platten-fertigstellungs-stress und ausserdem der jetzige höhepunkt im live set. merci (dass es dich gibt) das kann man ja je nachdem auf wen man gerade möchte anwenden. kleiner ausschnitt ist das älteste stück von allen und an der grooveprogrammierung hab ich am längsten gesessen - mag man nicht meinen, war aber so. move ist eigentlich ein gitarrenstück und beim mischen hat es sich zu einem groovestück verwandelt. aber die gitarrenversion ist auch nicht schlecht . . . vorsicht, jetzt wird´s hoch philosophisch: das leben ist doch nur eine einzige aneinanderreihung von ja/ nein-entscheidungen! we´re all gonna fucking die ist ein zitat von alec empire, der bei einem seiner auftritte sein publikum mit diesem satz begrüsst hat. oh mann, der man hat echt fucking nochmal recht! den titel wollten eigentlich to rococo rot für ein album benutzen, aber mit freundlicher genehmigung durfte ich ihn dann für dieses stück benutzen. dankeschön! es lebe alec empire, aber auch er . . . na klar!

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