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LUNATIC`S ELEKTRONIC

Donnerstag 30.10.2003

LIVECLUB: Nachlader hat als Teil des internationalen Elektronic-Musik-Kollektiv "Unkool" in zahlreichen Clubs, wie z.B. in der Berliner Maria am Ostba

Nachlader – waren früher Computerspiele auf dem guten alten Commodore C 64, deren einzelne Level - damaliges Wunderwerk der Technik! -nachgeladen werden mussten, da der Speicher nicht reichte... Heute ist Nachlader das Neuste in Sachen Elektropop aus Neukölln/Berlin. Einige Nachlader-Sounds klingen vielleicht noch nach C 64, doch es geht hier keinesfalls um elektronische Frickel-Musik. Im Gegenteil, angenehm stumpf, aber nicht blöd, pumpt der Synthie-Bass, zischt die Hi Hat, und die Bass Drum gibt 4-on-the-Floor. Nachlader groovt dufte ! Nachlader ist der gebürtige Wilmersdorfer Witwentröster Daniel B., der seit zwei Jahren seine Tracks in Heimarbeit im Neuköllner Ghetto unter dem Namen Nachlader zusammenbastelt. Er verbindet dabei unterschiedlichste stilistische Einflüsse aus den 80ern und moderner elektronischer Musik zu einer eigenwilligen, extrem eingängigen Art von Elektro-Pop. Mal erinnert Nachlader an den frühen und späten Andreas Dorau, an Kraftwerk oder der Plan, mal an Peter Licht. Nachlader funktioniert in der heimischen Musicbox, beim "Fahrn" auf der Autobahn, im DJ-Set und auch besonders live. Denn Live kommt Nachlader mit agiler Unterstützung um die Ecke: Eine Begleit-Band bestehend aus Drums, und Umhänge-Synthie verleiht einem Nachlader-Gig die Power einer kleinen Rockshow, aber ohne Distortion, Pyrotechnik und toupierten Haaren. Dazu gehört auch der charmante Serge Kool aus Marseille, der u.a. die französischen Rap-Parts bei Fett abschießt. Dazu tigert der Nachlader geschmeidig über die Bühne und singt sonor seine ausgefuchsten deutschen Texte. Nachladers Texte sind mal von verblüffender Klarheit: "Gebt mir alles, was ich will; alles, was ich will. Alles, was ich will, ist weniger als ich verdiene." (Alles) und mal erstklassig raffiniert:

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