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Laboratorium Wagenmeistergebäude

Flexibles Interface zum Transit

Flexibles Interface zum Transit (Archiv Wagenmeisterei)

Das Wagenmeistergebäude wird seit dem 1.4.2009 nach einer Kündigung nicht mehr vom Verein k.e.i.m. betrieben. Die nachfolgenden Texte sind als archivarische Dokumentation zu verstehen.

Weder räumlich noch sachlich gebunden, war das Labo Denk- und Werkstätte der «Stadt-Gegenwart» und deren Transformation. Als Kuratorium imaginärer Landschaften und Experimentierfeld für städtische Angelegenheiten lud es Gäste dazu ein, das Areal zu entdecken und neu wahrzunehmen. Jeder Eingriff war vergänglich und nur eine von unzähligen Möglichkeiten, diesen Ort zu sehen und zu erleben. Das Labor generierte städtisches Leben als Grundlage für den Bau von Stadt. Ein paar Beispiele zur Illustration:

nt/weg Der direkte Weg von den Kleinbasler Wohnquartieren in das Naherholungsgebiet Lange Erlen führt über das Güterbahnhofareal. Mit der Realisierung des Projekts nt/areal war der Anlass für einen neuen Weg gegeben. Erst das Restaurant Erlkönig und das kulturelle Angebot in der Lounge und Wagenmeisterei machten es möglich, die Fussgängertore im Norden und Süden des Areals für das Publikum zu öffnen. Der Weg selbst ist absichtlich kein Bauwerk, sondern ein durch Wegmarken, Passagen und Licht gekennzeichneter, geheimnisvoller Pfad - so geheimnisvoll, wie sich der Güterumschlagplatz selbst präsentiert.

| hellblau lichtgestaltung l foton lighting l martin blum l simone fuchs l walter derungs |

dorli&co Drei Schafe zu Gast zeichnen im Herbst 2000 ein spannungsvolles und kontroverses Bild zwischen Industrie- und Agrarlandschaft. Auch die dynamische Wahrnehmung des Areals verändert sich mit Dorli und ihren Mitstreitern. Wer einmal die drei Ausreisser zusammengetrieben hat, hat das Areal in ganz anderem Rhythmus erlebt als im hektischen Alltag.

datamissing:::art_research Gemeinsam mit Interpixel und Roman Keller lädt das Labor im Juni 2001 Künstler und Künstlerinnen dazu ein, die Kunstmesse Art in Basel zu erforschen. Die Wagenmeisterei transformiert sich in einen mannigfaltigen Lebens- und Arbeitsraum. Kunstraum und Sozialraum verschmelzen durch individuelles Arbeiten an einem Ort und unter einem Label.

| datamissing | interpixel | roman keller |

gut kirschen essen! Warum nicht heute einen Kirschbaum pflanzen für die Kinder des Stadtquartiers von morgen. Ein Baum benötigt etwa gleich viel Zeit, bis er seine volle Blüte entfaltet, wie die Realisierung des Stadtteils. Warum also warten, bis die Bauten fertiggestellt sind? Drei Kirschbäume wurden präzise an Standorte gepflanzt, die mit grösster Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft nicht überbaut würden. Egal wie dieses Experiment ausgeht – Sinn stiftet es auf jeden Fall.

nt/Putz Wer einen Ort lebt, der räumt ihn auch auf. 30 Säcke internationalen Abfall trägt nt/Labor in einer gemeinsamen mit den Quartierorganisationen (ruedi und judith bachmann) im Umfeld der Transportfirmen auf. - 2001

nt/marzipan Eine Kuratator/innen-Gruppe lud Künsterlinnen und Künstler ein, um auf dem nt/areal in freiem Rahmen ein Projekt zu realisieren. Den geladenen Projektgruppen standen für mindestens eine Woche die Wagenmeisterei des nt/areals zur Verfügung; als Wohnhaus, Werkstatt, Atelier, Redaktion, Galerie, Partyraum, Küche, Garten, Tanzsaal oder Proberaum. In dieser Zeit waren die Künstler und Künstlerinnen gleichzeitig Gastgeber und Veranstalterinnen des Hauses. - 2001/02

nt/eclipse Wie nt/marzipan, aber mit neuen Kuratorinnen - 2003

nt/gleiszeichen Performances und Installationen im Aussenraum in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein AuaU und FIM (Forum für improvisierte Musik und Tanz) - 2000 & 2002, Performancegruppe Der Kern: Parcours Nocturne - 2005

Wagenmeisterei als Gastrobetrieb/Club

Sommer 2003 : Aussenbewirtung durch die Grenzwert-Crew

Sommer 2004: Aussenbewirtung durch Ibrahim Ismail

2005-2006: Ismail Ibrahim übernimmt das Gebäude und die Äussenräume und betreibt > «Wagenmeister»

Herbst 2006: Der Verein k.e.i.m. schreibt das Wagenmeister neu aus und erhält über ein Dutzend Bewerbungen.

2007-2008: Pascal Scherer und Niggi Deubelbeiss betreiben das Gebäude als «Gleis 13» > Link zu Myspace

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